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Digitalisierung 4 Min. Lesezeit

TSV 1860 München setzt auf Digitalisierung: Vereinsapp als Herzstück der Fanbindung

TSV 1860 München setzt auf Digitalisierung: Vereinsapp als Herzstück der Fanbindung

Fußballfans sind wie große Familien: Es gibt die lauten Onkel (die Ultras), die stolzen Großeltern (die Traditionsfans), die kleinen Geschwister (der Nachwuchs) – und alle wollen gleichzeitig Aufmerksamkeit. Die einen wünschen sich aktuelle News direkt aufs Handy, die anderen lieber einen persönlichen Brief zum Geburtstag. Wie kriegt man so eine bunte Truppe unter einen Hut?

Die Antwort der Münchner Löwen: mit einer App für Vereine. Oder wie man in München sagt: „A gscheide Vereinsapp, bittschön.“

Der TSV 1860 München, Gründungsmitglied der Bundesliga und Herzstück im Stadtteil Giesing, hat gemeinsam mit hello again seine eigene Vereinsapp auf die Beine gestellt. Und beweist damit, dass sich Tradition und Digitalisierung perfekt ergänzen können.

Wir haben mit Georg Hochedlinger, Marketing- und Vertriebsleiter bei den Löwen, gesprochen – über Fanliebe, Push-Nachrichten und warum Punkte sammeln allein nicht reicht, um Herzen im Löwenkosmos zu gewinnen.

Interview: Georg Hochedlinger über Fanliebe und Push-Nachrichten

Ihr seid ein Verein mit über 27.000 Mitgliedern, 400 Fanclubs und einer riesigen Tradition. Wie geht ihr mit dieser Verantwortung um?

Georg Hochedlinger: „Wir sind ein Traditionsverein, aber wir wollen gleichzeitig moderne Wege gehen. Mit unserer Münchener Vereinsapp, die wir mit hello again aufgebaut haben, haben wir eine Plattform geschaffen, die Fans, Mitglieder und Partner auf einer digitalen Ebene zusammenbringt. Schon in den ersten Tagen hatten wir über 15.000 Downloads – ein riesiger Erfolg.“

Was macht die Vereinsapp für euch so wertvoll?

Georg Hochedlinger: „Zum einen ist sie eine moderne Form der Mitgliederverwaltung in der Vereinsapp. Jeder Fan hat seinen persönlichen Zugang, bekommt exklusive Inhalte, kann Punkte sammeln und diese gegen Prämien einlösen – von Rabatten bis hin zu einem Meet & Greet mit Spielern. Zum anderen stärkt die App unsere Community. Fans bekommen Liveticker, News aus der Kabine oder exklusive Streams direkt auf ihr Smartphone. So wird aus einer Software für Vereine eine echte Fanplattform, die weit über das klassische Management hinausgeht.“

KennzahlWert
MitgliederÜber 27.000
FanclubsMehr als 400
Downloads in den ersten TagenÜber 15.000
Push-Nachrichten pro WocheRund 300.000

Viele Unternehmen sprechen heute über Community Building. Im Fußball ist das besonders emotional. Wie nutzt ihr die App dafür?

Georg Hochedlinger: „Fußball lebt von Emotionen. Über die App schaffen wir Erlebnisse, die man nicht kaufen kann: exklusive Gewinnspiele, Überraschungen wie einen Spielerbesuch bei Geburtstagsfeiern oder Fanaktionen. Außerdem belohnen wir treue Fans – wer regelmäßig ins Stadion kommt, am Trainingsgelände eincheckt oder Freunde einlädt, sammelt Punkte. Diese „Löwen“ können gegen Vorteile eingelöst werden. So bleibt die Bindung stark – auch in Zeiten, in denen sportlich nicht alles rund läuft.“

Klassisch denkt man bei Vereinssoftware an Verwaltung. Wie seht ihr das?

Georg Hochedlinger: „Natürlich ist eine funktionierende Vereinsdatenbank essenziell. Aber wir sehen unsere App nicht nur als Verwaltungstool, sondern als Herzstück der Fan-Kommunikation. Pro Woche verschicken wir rund 300.000 Push-Nachrichten – direkter und persönlicher geht’s kaum. Damit erreichen wir Fans viel schneller als über klassische Medien.“

Wie geht die Reise in Zukunft weiter?

Georg Hochedlinger: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen sportlich wieder in die Bundesliga. Aber dafür brauchen wir auch wirtschaftliche Stärke. Die App ist für uns ein neuer Erlöskanal – sowohl durch Partner, die in der App präsent sind, als auch durch Mehrwert für die Fans. 

Wir arbeiten gerade an einer „Löwen-Vorteilswelt“, in der Fans exklusive Angebote unserer Sponsoren bekommen. Damit machen wir die App noch attraktiver – und zeigen, dass eine eigene Vereinsapp mehr kann, als nur Infos zu liefern.“

Digitale Heimat statt Zettelwirtschaft: Eine Vereinsapp macht’s möglich

Das Beispiel des TSV 1860 München zeigt: Eine moderne Vereinsapp für Fußballvereine ist kein „nice to have“, sondern ein Muss. Sie verbindet klassische Mitgliederverwaltung mit emotionaler Fanbindung, bringt Partner ein und schafft neue Erlösmodelle. Mehr zu den konkreten Zahlen und Features der App liest du in unserem Beitrag TSV 1860 München: Wie eine Vereinsapp die Fanbindung digital revolutioniert.

Egal, ob du den Vorsitz eines kleinen Sportclubs oder den eines Traditionsvereins mit Millionen Fans übernommen hast – unser Team von hello again ist für dich da und berät dich gerne zu den Möglichkeiten für deinen Verein. Auch im Sporthandel zeigt sich, wie viel Potenzial in digitaler Kundennähe steckt – mehr dazu in unserem Beitrag zur digitalen Power im Sporthandel.

FAQ: Häufige Fragen zur Vereinsapp des TSV 1860 München

Wie viele Mitglieder und Fanclubs hat der TSV 1860 München?

Der Verein zählt über 27.000 Mitglieder und mehr als 400 Fanclubs, die persönlich betreut werden. Diese Größe macht eine digitale Plattform wie die eigene Vereinsapp besonders wertvoll.

Wie erfolgreich war der Start der Vereinsapp?

Schon in den ersten Tagen nach dem Launch gab es über 15.000 Downloads. Die App hat sich seitdem zur digitalen Heimat der Löwenfans entwickelt.

Was können Fans mit den „Löwen“-Punkten machen?

Fans sammeln Löwen-Punkte durch Stadionbesuche, Check-ins am Trainingsgelände oder das Werben von Freund:innen. Eingelöst werden sie gegen Rabatte und besondere Erlebnisse wie ein Meet & Greet mit Spielern.

Wie oft verschickt der Verein Push-Nachrichten?

Der TSV 1860 München verschickt rund 300.000 Push-Nachrichten pro Woche. Das macht die App zu einem der direktesten Kanäle, um Fans schnell und persönlich zu erreichen.

Was ist die geplante „Löwen-Vorteilswelt“?

Die Löwen-Vorteilswelt ist ein in Planung befindlicher Bereich der App, in dem Fans exklusive Angebote der Vereinssponsoren erhalten sollen. Damit will der Verein die App als Erlöskanal weiter ausbauen.

Warum reicht ein reines Punktesystem nicht aus, um Fans zu binden?

Weil echte Bindung durch Emotionen entsteht. Punkte allein schaffen noch keine Nähe – erst kombiniert mit echten Erlebnissen wie Spielerbesuchen, Gewinnspielen oder Fanaktionen wird aus einem Rabattsystem eine gelebte Fanbeziehung.

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