Zwischen Bargeld und Bankomatkarte stapeln sich bei den meisten von uns gleich mehrere Plastikkärtchen – für den Drogeriemarkt, die Tankstelle, den Coffee-to-go oder das Fitnessstudio. Über den ökologischen Fußabdruck dieser kleinen Plastikteile macht sich beim Bezahlen kaum jemand Gedanken.
Das haben wir zum Anlass genommen, den Kartenstapel einmal kritisch zu hinterfragen – und zu zeigen, dass es längst eine leichtere, cleverere und vor allem nachhaltigere Alternative gibt: die digitale Kundenkarte.
Plastikmüll in Europa: Zahlen, die aufhorchen lassen
Wir produzieren nach wie vor viel zu viel Plastikmüll. Schätzungen zufolge schwimmen bereits über 100 Millionen Tonnen Plastikabfall in unseren Weltmeeren, und jedes Jahr kommen weitere acht Millionen Tonnen hinzu. Bleibt die Entwicklung unverändert, gibt es Berechnungen der Ellen MacArthur Foundation zufolge bereits 2050 mehr Plastik als Fische im Meer (Quelle: Ellen MacArthur Foundation).
Auch auf europäischer Ebene ist die Menge an Verpackungsmüll enorm: 2023 fielen in der EU im Schnitt rund 178 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf an. Deutschland lag mit rund 215 Kilogramm deutlich darüber, Österreich verzeichnete mit 782 Kilogramm Siedlungsabfall pro Kopf sogar den höchsten Wert in der gesamten EU (Quelle: Statistisches Bundesamt, EU-Abfallstatistik 2025).
Immerhin gibt es auch gute Nachrichten aus Deutschland. Laut der gemeinsamen Jahrespressekonferenz von Umweltbundesamt und Zentraler Stelle Verpackungsregister (ZSVR) stieg die Recyclingquote von Kunststoffverpackungen dort von 42 Prozent im Jahr 2018 auf mittlerweile 70 Prozent im Jahr 2024 – und liegt damit deutlich über der EU-Mindestvorgabe von 63 Prozent (Quelle: Umweltbundesamt & ZSVR).
Im Rest der DACH-Region gibt es noch deutlich mehr Luft nach oben. In Österreich wurde 2024 erst ein Viertel der Kunststoffverpackungen tatsächlich recycelt – die EU-Verpackungsverordnung verlangt seit 2025 mindestens 50 Prozent (Quelle: ARA Bilanz 2024, Altstoff Recycling Austria). In der Schweiz werden von rund 790.000 Tonnen jährlichem Kunststoffabfall sogar nur etwa 9 Prozent recycelt, der Großteil landet in der Verbrennungsanlage – eine rühmliche Ausnahme sind PET-Getränkeflaschen mit einer Recyclingquote von über 80 Prozent (Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)).
Kreditkarte, Tankkarte, Kundenkarte – braucht man wirklich so viele Karten?
Unsere Geldbörsen werden immer dicker: Prepaid-Karten, Kundenkarten für Treuepunkte, Tankkarten, Sammelpässe fürs Fußballstadion. Dazu noch Führerschein, Personalausweis, E-Card und Co. Die Folge: In unseren Portemonnaies steckt ordentlich viel Plastik. Muss das wirklich sein?
R.I.P. Plastikkarte: Die Kundenkarten-Flut im DACH-Raum
Eine Studie des Österreichischen Gallup Instituts zeigt: 83 Prozent der Österreicher:innen besitzen mindestens eine Kundenkarte, der Großteil (45 Prozent) sogar zwei bis fünf Stück (Quelle: Gallup Austria). Volle Portemonnaies mit Plastikkarten sind dabei kein rein österreichisches Phänomen, sondern ein europaweites.
Der Wunsch nach einer digitalen Alternative ist entsprechend groß – und zwar in der gesamten DACH-Region: Laut den aktuellen hello again Loyalty Reports 2026 würden 72,7 Prozent der Menschen in Deutschland, 73,7 Prozent in Österreich und sogar 76,1 Prozent in der Schweiz sofort auf eine digitale Lösung umsteigen, wenn ihr Lieblingsgeschäft sie anbieten würde.
Auch auf EU-Ebene bleibt Kunststoff ein Schwergewicht unter den Verpackungsabfällen: Rund ein Fünftel (19,8 Prozent) aller Verpackungsabfälle in der EU bestehen aus Kunststoff, bei einer aktuellen Recyclingquote von 42,1 Prozent (Quelle: Eurostat). Es gilt also, den Plastikverbrauch europaweit einzudämmen und schon bei der Produktion auf Alternativen zu setzen.
Digitale Kundenkarte statt Plastik: So einfach ist der Umstieg
Setzt auch dein Unternehmen noch auf klassische Plastik-Kundenkarten? Dann wird es Zeit für den digitalen Wechsel. Mit dem digitalen Treue-Club von hello again haben deine Kund:innen ihre digitale Kundenkarte immer griffbereit – direkt am Smartphone, im individuellen Design deines Unternehmens und ganz ohne zusätzliches Plastik.
Besonders beliebt bei Kund:innen: der digitale Stempelpass, der klassische Sammelkarten aus Papier oder Plastik ersetzt. Wie stark sich der Umstieg auf digitale Kundenbindung für dein Unternehmen lohnt, findest du in wenigen Klicks mit dem kostenlosen Loyalty Calculator heraus.
Fazit: Zeit für den digitalen Wechsel
In unserem Alltag steckt also noch enorm viel Plastik. Die Plastikkarte im Portemonnaie ist dabei nur ein kleines, aber plakatives Beispiel. Unternehmen, die jetzt auf eine digitale Kundenkarte setzen, sparen nicht nur Plastik, sondern gewinnen auch handfeste Vorteile: mehr Umsatz, treue Kund:innen und ein Treueprogramm, das wirklich in der Tasche – beziehungsweise auf dem Smartphone – landet. Kurz gesagt: Es lohnt sich, dem Plastikmüll gemeinsam den Kampf anzusagen.
FAQ: Häufige Fragen zu Plastikkarten & Recycling
Wie viele Kundenkarten besitzen die Menschen im DACH-Raum durchschnittlich?
In Österreich besitzen laut Gallup Austria 83 Prozent der Menschen mindestens eine Kundenkarte, 45 Prozent sogar zwei bis fünf Stück. Ähnliche Muster zeigen sich in Deutschland und der Schweiz.
Ist eine digitale Kundenkarte wirklich nachhaltiger als eine Plastikkarte?
Ja. Eine digitale Kundenkarte spart Plastik, Produktionsressourcen und Transportwege, da sie direkt auf dem Smartphone genutzt wird und keine physische Karte mehr produziert werden muss.
Wie hoch ist die Recyclingquote von Kunststoffverpackungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Deutschland erreichte 2024 eine Recyclingquote von 70 Prozent, Österreich rund 25 Prozent und die Schweiz etwa 9 Prozent des gesamten Kunststoffabfalls (PET-Flaschen ausgenommen, hier liegt die Quote bei über 80 Prozent).
Wie steige ich auf eine digitale Kundenkarte um?
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